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Ich bin betroffen und brauche Hilfe

Brauchst du dringend Hilfe oder möchtest jemandem in Not helfen? Wir setzen alles daran, dir bestmöglich zu helfen! Bitte kontaktiere uns unter 0711-96881543 oder per Email an info@esther-ministries.de
Gerne auch anonym.

Wir bieten diese Ausstiegshilfen an:

  • Schnelle & unbürokratische Hilfe und Unterbringung für Frauen, die die Prostitution verlassen wollen
  • Kurzfristige und längerfristige Plätze in Schutzwohnungen
  • Kontakte in Herkunftsländer (v.a. Bulgarien)
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Ausstieg aus der Prostitution

Wie wir helfen können

Wenn du dich bei Esther Ministries direkt meldest, dann werden wir dir ein paar Fragen zu deiner momentanen Situation stellen. Dadurch können wir entscheiden, wie wir dir am schnellsten und besten helfen können.

Danach kannst du zunächst in einer Schutzunterkunft unterkommen. Hier hast du die Möglichkeit, in ein Nachsorge-Programm aufgenommen zu werden oder wir helfen dir, in dein Heimatland zurückzukehren.

Was dich erwartet

Auch wenn die Arbeitsbedingungen in der Prostitution oft unmenschlich sind, wissen wir sehr wohl, dass ein Ausstieg aus der Prostitution nicht leicht ist.

Eventuell ist dein Körper an Alkohol und Drogen gewöhnt, hiervon musst du dich lösen, wenn du in eines unserer Nachsorge-Programme aufgenommen wirst. Bei uns kann dein Körper und deine Seele zur Ruhe kommen, aber die Ruhe bringt oft die schlimmen Erlebnisse ins Bewusstsein. Wir lassen dich bei all dem nicht alleine und können auch therapeutische Unterstützung anbieten.

Mehr zum Nachsorge-Programm

Wünsche ehemaliger Prostituierter

Jede Frau hat ihre eigene Geschichte.
Hier ein kleiner Auszug ihrer Wünsche und Gedanken, als sie noch im Rotlichtmilieu waren.

Letzte Woche hatte mein kleiner Sohn Geburtstag. Fünf Jahre ist er nun schon alt. Ich konnte nicht bei ihm sein. Aber wir haben telefoniert. Wie glücklich er sich angehört hat. Er übt gerade das Fahrradfahren. „Wenn du fertig mit dem Arbeiten bist“, hat er gesagt, „und wieder hier bist, Mama, dann zeige ich dir, wie gut ich fahren kann.“ Da freue ich mich drauf. Meinen großen Sohn habe ich auch gesprochen. Seine Stimme ist schon etwas tiefer geworden. Ich glaube, das ist ihm noch peinlich. Er hat mir von der Schule erzählt und dass er mit einem Freund einen Computer repariert. Ich bin so stolz auf ihn. Ich brauche unbedingt ein neues Foto von meinen Kindern. Das eine, das ich immer in meinem Geldbeutel habe, ist schon so zerknickt. Meine Kinder bedeuten mir alles. Für sie gebe ich alles. Nacht für Nacht. Ich vermisse sie.

Wenn ich nicht arbeite, gehe ich oft für ein, zwei, manchmal sogar drei Stunden spazieren. Am liebsten bin ich im Wald. Meistens verlasse ich die Wege, auf denen die anderen Spaziergänger unterwegs sind und suche mir meine eigenen Strecken und Plätze. Dort ist es leise und ich kann meinen Träumen nachhängen. Ich möchte auf jeden Fall einmal heiraten. In einem weißen Kleid, in einer Kirche. Das ist mir wichtig. In meinen Träumen ist mein Mann groß und stark. Er wird mir nicht weh tun. Und ich werde nicht mehr stark sein müssen. Wir werden einen Garten haben, in dem Radieschen wachsen. Ich liebe Radieschen. Wenn wir Hand in Hand durch die Straßen laufen, werden die kleinen Mädchen meinen Mann anhimmeln. Und er wird ihnen Karamellbonbons schenken. Ich kann das alles kaum erwarten.

Meine bisher einzige Reise führte mich über Frankreich nach Deutschland. Die Stadt, in der ich nun arbeite, ist nicht groß und auch nicht klein. Ich bin schon seit ein paar Wochen hier und frage mich: Ist es immer kalt in Deutschland? Oder ist es die Kälte meiner Umgebung, die mich so oft frösteln lässt? Mit den anderen Mädels träume ich mich manchmal weg von hier. Wir scrollen uns dann stundenlang durch Bilder auf Insta von Stränden, Bergseen und Kamelkarawanen. Als ich klein war, habe ich im Fernsehen am liebsten Filme gesehen, die in anderen Ländern spielten. Seitdem möchte ich die Welt bereisen. Wie riecht es am Meer? Steht der Sternenhimmel auf der anderen Seite der Welt auf dem Kopf? Wann werde ich es herausfinden?